über /about: torsten russ
- NEU Publikationen- KUNSTWELTEN von SWEETKISS / NEW Publikations KUNSTWELTEN from SWEETKISS
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Kunstwelten "Torsten Russ & Jim Whiting" Bilder, Texte 42 Seiten, DIN A4 hochwertiger Bilderdruck, 170 gr. € 20.00 zzgl. Versand to order: t.russ@web.de | | Kunstwelten Torsten Russ "ER SIE" Zeichnungen, Texte 42 Seiten, z.t ausklappbar, DIN A4 hochwertiger Bilderdruck, 170 gr. € 20.00 zzgl. Versand to order: t.russ@web.de | | Beschreibungstext |
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Kunstwelten Torsten Russ "PAINTINGS IN OIL" Bilder, Texte, Gedichte 45 Seiten, z.t ausklappbar, DIN A4 hochwertiger Bilderdruck, 170 gr. € 20.00 zzgl. Versand to order: t.russ@web.de
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| | Kunstwelten Torsten Russ "DRAWINGS OBJECTS" Zeichnungen, Texte, Gedichte 45 Seiten, z.t ausklappbar, DIN A4 hochwertiger Bilderdruck, 170 gr. € 20.00 zzgl. Versand to order: t.russ@web.de
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Kunstverein Coburg 2012
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Stadtillu Mohr für Coburg, Bamberg, Haßfurt, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels
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Neue Presse Coburg 2010 Isolde und Torsten Russ
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About german Artist Torsten Russ
In his earlier paintings, Torsten Russ placed persons mainly
as isolated, small, anonymous and lonely figures, which seem
to be lost in the picture.
In these paintings the human being is an alienated small part
of a strong geometric composition depicting unfinished or
abandoned constructions with a very strong three -
dimensional expression, remembering graphical artwork. This
effect is enhanced by hard edge painting and the use of few
colors, i.e.red, gray, black and white, emphasizing existentialistic
or apocalyptic situations. In recent work, Torsten Russ focused
on persons centered in the foreground who participate mainly
in aggressive scenarios.
The realistic painting style, which permits to identify the
participants, involves the spectator and thus enhances the
dramatic effects for instance of an inquisition or crucification.
The initial shock that these paintings provoke is counterbalanced
in different manners:
The titles, which never are simple descriptions of the painting,
put the visual impression in a new, unexpected, and often
enigmatic context, thus permitting different interpretations.The
meticulous spectator will notice some details which also help to
counterbalance the shocking scenarios:
the presence of discrete and isolated errors and ambiguities of
perspective and the introduction of strange elements, such as
the monkey in the inquisition and the rabbit at the bottom of the
crucification scenario.
Initially the paintings evoke strong emotions but then induce a
long lasting process of reflection.
A more profound understanding of Russ´ paintings is not
immediate and can only be done in an asymptotic way, after
repetitive studying of the work..........
Dr. Konradin Metze, Campinas, Sao Paulo, Brasil, 2011
Wie ein Gewitter trafen mich die Blätter bei der ersten Begegnung mit
Arbeiten von Torsten Russ. Sie hingen auf einer bemessenen Wand-
fläche neben-und übereinander, um die Vielfalt der Ideen zu demon-
strieren - scherenschnittartig, kantig, in den Farben schwarz, rot und
weiß. Mit diesen lapidaren Mitteln wird eine Botschaft eindringlich
verkündet, äußerst wirksame Bildsprache der Moritaten- Sänger, wenn
es diese noch gäbe. Was ist die Botschaft von Torsten Russ? Die Vielfalt
des Lebens, seine Verflechtungen und Konflikte, Anspielungen, Verzer-
rungen in der Ausdrucksweise eines übertreibenden Beobachters. Der
Betrachter hat seine Freude. Die Blätter werden gezeichnet. Zuerst die
Konturen- spontan, vehement. Die Bildidee, das Was und Wie entsteht
und entwickelt sich im Augenblick des Zeichnens. Es muss schnell
gehen, so dass der Schöpfer mitunter selbst über die Geschichte staunt,
die er auf das Papier gebracht hat. So schildert Torsten Russ den
Entstehungsprozess seiner Blätter. Wenn auf diese dynamische Weise
die Konturen gezeichnet sind, womit die Geschichte steht, kommt die
Ausarbeitung der Flächen, was Sorgfalt und somit auch Zeit braucht. Es
ist eine laute und zwingende Sprache. Sie sind das Markenzeichen des
Künstlers.
Hat man sich eine Zeichnung angesehen und die Geschichte, meist
mit Schmunzeln, erfasst, lohnt es, die Formensprache auf sich wirken
zu lassen. Die Vielgestaltigkeit der Flächen, die grossen im Verhältnis zu
den filigranen, häufig in Verbindung mit Streifenmustern, ergeben ein
spannungsvolles Ganzes, was mich beeindruckt. Erstaunlich, wenn
man bedenkt, wie schnell die Entscheidungen beim Zeichnen getroffen
werden. In einer ganzen Reihe von Blättern sind dünne Linien gezeichnet
und grenzlos verlaufende Bleistiftschraffuren ergeben Grauwerte.Diese
Bereicherungen bringen zusätzliche Spannung und fügen sich gut in
das Gesamtbild ein. Die vielen Zeichnungen haben ein grosses Reser-
voir an Formfindungen. Jede Einzelheit ist das Ergebnis eines Abstrak-
tionsvorganges. Auf noch ein anderes Betätigungsfeld des vielseitigen
Torsten Russ möchte ich hinweisen, auf Kompositionen mit 3D-Visu-
alisierungen mittels Computerprogramm. Hier modifiziert er sein klares
Formendenken zu räumlichen Gebilden, wobei zwischen den Polen
schwarz und weiss die Breite der Grauskala erscheint und das Rot
vielfältige Modifikationen der Helligkeitsstufen erreicht. So sind ästhe-
tisch wirkende Blätter entstanden, geheimnisvoll erscheinend in ihrer
räumlichen Tiefe.
Professor Gerhard Schwarz
Hochschule für Kunst und Design Halle,2007
kunstkritik: über torsten russ
Trifft man zum ersten Mal auf eine Galeriewand, die mit Bildern von Torsten Russ behängt
ist, möchte man ihm spontan zurufen: Aber die Welt ist doch nicht Schwarz-Weiß!
Richtig, wird er entgegnen, es gibt auch Grautöne. Und Rot! Das muss dann aber auch
reichen, um die Vielfalt ringsumher einzufangen. Es reicht tatsächlich. Die beschnittene
Palette ist kein Hinderungsgrund, viel Welt auf das Blatt oder die Leinwand zu bringen.
Ganz große Welt und ganz kleine Welt, belebte und unbelebte, vertraute und fremdartige,
meist alles ineinander verwoben, verschränkt, in Aktion und Reaktion zueinander
versetzt.
Harmonisch oder gar romantisch geht es dabei selten zu. Man muss sich nicht wundern,
wenn eine Gitarristin mit wenig mehr als einer Gasmaske bekleidet ist, wenn ein Stuhl
kapitulierend die Hände hebt oder wenn eine Ente Stahlhelm trägt. Selbstverständlich ist
das Realismus. Gerade in dem Moment, wo diese Zeilen entstehen, wird doch im
Südkaukasus wieder einmal deutlich, dass die Zeiten tieffliegender Geschosse auch die
hohen Zeiten von Enten sind. Es gibt viel Gewalt in den Bildern Torsten Russ´. Das
lustvolle Wehtun kann viele Gesichter haben. Und Beine, und Reißzähne, und Klauen.
Immer wieder Hunde, Schoßhunde, Kampfhunde, einfache Hunde. Auch Kerle und
Weiber gehören zu den gehäuft auftretenden Sujets. Und Sex? Ja, ich sagte doch schon:
Viel Gewalt.
Man kann in den schwarzweißroten Blättern spazierengehen. Oder versuchen, sie zu
lesen. Spazieren ist einfacher, verspricht mehr Entspannung. Vor allem, wenn man
den Dialekt der Eingeborenen jener Dschungelstadtschaften nicht versteht und sogar die
Buchstaben und Piktogramme seltsam verändert zu sein scheinen. Dann lieber flanieren.
Doch an der nächsten Kreuzung kann es passieren, dass da ein Männecken ohne Kopf
mit Flaggen fuchtelt, deren Symbolwert für die Wahl des weiteren Weges lebenswichtig
zu sein scheint. So ganz leicht hat man es nicht, lässt man sich tiefer in diese Erzählungen
ein.
Diese hochgradige Sättigung mit narrativen Elementen scheint eine Zuneigung zur
Literatur als Fundament zu haben. Doch der jazzverliebte Künstler verneint das – da
werden weder Dostojewski, noch Kafka oder Brecht illustriert. Das sprudelt alles aus ihm
selbst heraus, meist staunt er am Ende der Arbeit über die Einfälle, die das Unter-
bewusstsein da so nach und nach freigelassen hat. Es fällt nicht schwer, den Satz zu
notieren: Torsten Russ hat seinen Stil gefunden. Doch der Gilde professioneller
Kunstausdeuter reicht so etwas nicht. Welcher Stil denn? Da gehört doch ein kleiner,
schwer abzukratzender Aufkleber dran, der nicht nur Datum und Fundort vermerkt,
sondern auch die Gattungszugehörigkeit ... Aber welche bloß? Auf die Gefahr hin, dass
die Matrizen der Suchmaschinen unscharfe Flecken verzeichnen, muss eine exakte
Bestimmung scheitern. Er hat seinen Stil gefunden. Basta!, um mal den kunstmögenden
vorletzten Kanzler zu zitieren. Autortitätsbeweise kommen ja immer gut an.
Neueste Malereien von Torsten Russ, inspiriert durch Versuche mit 3D-Software, welche
eigentlich für Architekten und Konstrukteure entwickelt wurde, scheinen mit der Gefahr
des visuellen Overkill zu brechen. Da ist wohl ein Prozess des Aufräumens im Gange.
Doch das Personal der gewohnten Zeichnungen wird nicht gleich ganz exmatrikuliert,
seine Biotope haben nur eine Ergänzung mit anderer Randbebauung gefunden.
Schließlich sind noch die Designarbeiten des Multigestalters Russ zu nennen. Da gibt es
einerseits ganz konstruktive Entwürfe für Gebrauchsgegenstände bis hin zu Maschinen.
Andererseits wandert die skurrile Bildersprache der Zeichnungen und Malereien über
Sessel und andere Objekte, fröhlich entbunden der Zweidimensionalität. Das alles
natürlich in Schwarz, Weiß und Rot – so wie die Welt eben ist.
Dr.Jens Kassner
Kunsthistoriker, Leipzig 2008
DIE IDYLLE DER AUFRUHR - Malerei und Zeichnung Isolde Russ +Torsten Russ
Was soll man sagen,wenn einfache Worte nicht ausreichen, wenn eine Bestimmung von Kunst gefragt ist. Man kann altbekannte Stereotypen zu Rate ziehen oder man muss sich auf gefährliches Glatteis begeben. Aufpassen sollte man ,denn ausrutschen will keiner und das rettende Ufer möchte der Mutige auch erreichen. Kluge Ratschläge sind gefragt, Erfahrungen werden zu Rate gezogen. Entweder man traut sich oder lässt es lieber. Aber wer will schon als Feigling gelten und aufgeben? Zuerst sondiert man die Eisfläche. Die grosse Ausstellungshalle der GVD Druckerei Leipzig wirkt wie eine zugefrorener See. Es gibt vertrauenswürdige Ufer aber auch unbekanntes Terrain. Der Besucher kann am Rand entlangschleichen und sich überraschen lassen. Oder er ist wagemutig und dreht seine Pioretten. Die Ufer scheinen sicherer. Aber nur auf den ersten Blick.
Der Betrachter trifft auf Uferbewohnerinnen, an farbenprächtige Amazonen erinnernd, mal beruhigend, mal aufgeregt, oft reich geschmückt mit kriegerischen Silberschmuck, immer ausdrucksstark und fremdartig. Auge in Auge mit den Schönheiten ist man versucht das Innere zu erkunden. Man ist sich nicht sicher, ob man willkommen ist oder doch lieber freundlich grüssend weiterzieht. Der Weg kann einen an seltsam beleuchteten undefinierbaren Gebäuden ohne jeder Bestimmung oder endlos, riesigen, scheinbar zerstörten Landschaften vorbeiführen.
Wenn plötzlich schwarz oder rot gezeichnete Bewohner wild fuchtelnd aus futuristischen Häuserschluchten fliegen oder sich aufgeregt streiten, muss der Betrachter das rettende Ufer verlassen und unweigerlich auf die weite Eisfläche treten, um all das zu überschauen. Und jetzt wird es gefährlich. Entweder man bricht ein und der Ausflug ist beendet oder man sagt sich, das man lediglich Betrachter der expressionistischen Welten ist und jederzeit ans rettende Ufer zurücklaufen kann. Aus diesem Blickwinkel lassen sich die Bilder besser ertragen. Investiert man Zeit, ist viel bekanntes in den versteckten Geschichten zu entdecken. Schönes und auch anders.
Es ist zu vermuten, das einige Betrachter bei diesem Rundgang einwenig ins Rutschen kommen, ein Sturz ist keinem zu wünschen. Ob Uferrundgang oder Kür auf dem Eis, langweilig kann es nicht werden und zu erzählen hat man im Anschluss mehr als genug. Ist noch die Frage zu klären, wie die Amazonen mit den Männecken zusammenleben können oder wie solche Bilder entstehen.
Isolde und Torsten Russ werden womöglich am Ufer stehen und winken.
torsten russ
Der Leipziger Künstler Torsten Russ hat viele Gesichter. Seine Zeichnungen, seine
Gemälde und seine gestalteten Objekte haben einen eigenen Stil. Er verwendet fast
immer seine typischen Farben - Schwarz, Rot, Weiß und Grautöne. Der Künstler
wurde bekannt durch seine großformatigen expressionistischen Zeichnungen. Er
verlässt in seinen provokanten Geschichtenbildern vertraute Sehgewohnheiten und
schafft einen völlig neuen Stil. Seine neueste Malerei bricht mit diesem visuellen
Overkill. Die reduzierten Arbeiten führen in die unterkühlten Welten urbaner Großstädte.
Die Malerei simuliert Häuserschluchten, verwinkelte Gänge mit ungewissem Ausgang.
Die Malerei von Torsten Russ wirkt extrem dreidimensional. Es wird mit Schatten und
Licht derart realistisch gearbeitet, dass der Betrachter versucht ist, durch
Kopfbewegungen hinter Wände zu schauen, um Verborgenes zu entdecken.
Der Künstler verzichtet auf Kurven und Rundungen, um Strenge und Klarheit zu
erreichen. Schatten und Licht lösen diese Sicht auf und erzeugen weiche Übergänge
und erzeugen die gewünschte Dreidimensionalität. Die Farbe Rot, sparsam eingesetzt,
bildet einen starken Kontrast zu den gemalten Körpern in Weiß und Grautönen.
Die Bilder sind gemalte Architektur, scheinbar entbunden der Machbarkeit. Sie sind
ein Abbild unserer modernen Welt.
Leipzig artist Torsten Russ takes many forms. His drawings, his paintings and his
created objects have an own kind of style. He nearly almost uses his own typical
colors – black, white and shades of grey. The artist became known through his
large-sized expressionistic drawings. In his provocative story pictures he drops out
of familiar viewing habits and creates a whole new style. His latest painting breaks
with this visual overkill. The reduced workings lead into the cooled worlds of urban
cities. The painting simulates the urban jungle, alleys full of nooks and crannies with
ambiguous ending. The painting of Torsten Russ appears very three-dimensional.
Shadow and light are used in such a realistic way that the viewer is tempted to look
behind walls by moving his head in order to discover hidden things.
The artist waives curves and roundings to achieve strictness and clarity. Shadow
and light break up this view and create a soft transition and create the desired
three-dimensionality. The color red, sparingly used, creates a strong contrast to the
painted bodies in white and shades of grey. Pictures are painted architecture
seemingly absolved from feasibility. They are an image of our modern world.
KIC-NORDART, 2009